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Hilfreiche Ratschläge zur Gesunderhaltung der Haut rund um Ihr Stoma

 

  1. Die Haut muss sauber und vollständig trocken sein, wenn Sie die Versorgung anlegen.
  2. Nach der Operation ist es normal, dass Ihr Körper seine Form verändert. Kontrollieren Sie deswegen immer wieder, ob die verwendete Hautschutzöffnung noch zu Größe und Form des Stomas passt. Das Loch im Hautschutz muss genau dem Durchmesser des Stomas angepasst sein.
  3. Der Hautschutz muss vollständig auf der Haut aufliegen. Wärmen Sie die Hautschutzplatte deshalb mit den Händen etwas an und drücken Sie diese für etwa 30 Sekunden leicht an den Bauch.
  4. Verwenden Sie den passenden Hautschutz entsprechend Ihrer Haut-Eigenschaften (trocken, fettig, entzündet); der Jahreszeit angemessen und angepasst an Ihre Aktivitäten (im Sommer und beim Sport schwitzt man mehr).
  5. Wechseln Sie die Versorgung, sobald Sie Unbehagen oder Juckreiz verspüren.
  6. Verwenden Sie eine Stoma-Versorgung und geeignetes Zubehör, das auf Ihren Körpertyp abgestimmt ist.

 

Sie benötigen Informationen und Tipps, wie Sie Ihre Versorgung richtig anbringen?  Anleitung zum Versorgungswechsel.

 

Ursache und Umgang mit Hautkomplikationen

 

Die Bandbreite von Komplikationen reicht von leichten Irritationen bis hin zu gravierenden Veränderungen der Haut. Verengungen und Verschiebungen können Hinweise auf ernste Komplikationen sein. Doch keiner kennt Ihre Stoma-Anlage besser als Sie selbst. Aus diesem Grund sollten Sie auf Veränderungen und auftretende Schwierigkeiten bei der Versorgung achten und Ihren behandelnden Arzt oder Stoma-Therapeuten gegebenfalls informieren.

 

 Problem (Komplikation)

Was hilft? Unsere Vorsorge-Maßnahmen!

Irritation der Haut, die das Stoma umgibt
Diese ist die häufigste Art der Komplikation und erfolgt durch Ausscheidungen, die mit der Haut in Berührung kommen. Die Ursache ist meist eine ungenau angepasste Platte bzw. eine zu große Öffnung der Hautschutzplatte.

Versuchen Sie, die Versorgung exakt anzupassen und die Versorgung regelmäßig zu wechseln.

Der „Bauchwand-Bruch“ (Hernie)
Jede Bauchoperation kann die Stabilität der Bauchwand beeinträchtigen. Bei zu starker Belastung – zum Beispiel durch schweres Heben – kann sich der Darm durch die Bauchdecke schieben. Die Bauchdecke wölbt sich in diesem Bereich nach außen.

Zur Vorsorge können Sie Ihre Bauch- und Rumpfmuskulatur trainieren, z.B. mit unserem Rehabilitationsprogramm speziell für Stoma-Träger: me+ recovery.

Der Darmvorfall (Prolaps)
Bei einem Prolaps schiebt sich der Darm durch das Stoma nach außen und zieht sich nicht mehr selbstständig zurück.

Zur Vorsorge können Sie Ihre Bauch- und Rumpfmuskulatur trainieren, z.B. mit unserem Rehabilitationsprogramm speziell für Stoma-Träger: me+ recovery. Sollten Sie einen Prolaps haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Die „Stoma-Verengung“ (Stenose)
Wiederholte Verletzungen und Reizungen im Bereich der Stoma-Anlage können auf Dauer zu einer Verengung des Stoma-Ausgangs führen. Der Stoma-Durchmesser verringert sich dabei stetig, wodurch die Ausscheidung erschwert wird und eventuell nur noch unter Schmerzen möglich ist.

Versuchen Sie, die Versorgung exakt anzupassen und die Versorgung regelmäßig zu wechseln. Sollten Sie eine Stenose haben, kontaktieren Sie bitte eine Fachkraft oder Ihren Arzt.

Die „Stoma-Einziehung“ (Retraktion)
Bei der Retraktion zieht sich das Stoma trichterförmig unter das Hautniveau zurück. Die Ursache ist häufig eine Gewichtszunahme. Bei einer Retraktion kommt es schnell zu Hautentzündungen, da die Bauchhaut mit den Ausscheidungen in Berührung kommt.

Die Verwendung eines konvexen Versorgungssystems mit Gürtel kann Abhilfe schaffen.

Blutungen
Wenn zu viel auf und um das Stoma herum gerieben / gewischt wird bzw. durch zu intensive Reinigung des Stomas kann es zu kleineren Verletzungen der Schleimhaut kommen.

Diese in der Regel harmlosen, oberflächlichen Schleimhautblutungen können mit einer mit kaltem Wasser befeuchteten Kompresse gestillt werden. Ist dies nicht möglich, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Bei Blutungen aus tieferen Teilen des Darms ist in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung notwendig.

„Die Naht ist undicht“ (Anastomosen-Insuffizienz)
Eine undichte Nahtverbindung tritt bei einem gewissen Anteil der Patienten auf, z. B. aufgrund mangelnder Durchblutung. Bei dieser Komplikation kann Sekret aus dem Darm in den freien Bauchraum austreten und dort zu schweren Entzündungen führen.

Symptome sind Schmerzen, Fieber und ein Anstieg der Entzündungswerte im Blut. Deshalb ist in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung notwendig.

Allergien
Allergien werden meist durch Medikamente und die Behandlung (z.B. Chemo) anderer Krankheiten ausgelöst. Die Folge: man reagiert auf das Material der Pflegeprodukte oder der Versorgung. Symptome sind unter anderem Juckreiz, Hautrötungen und eventuell Schmerzen.

Allergien vorzubeugen ist schwierig. Sie können aber neue Produkte testen und eine entsprechend verträgliche Versorgung wählen.

Pilzerkrankung (Mykose)
Pilzerkrankungen treten meist mit ähnlichen Symptomen wie bei der Allergie auf (Juckreiz, Hautrötungen und Brennen). Während eine Allergie eher auf den betroffenen Bereich scharf begrenzt ist, tritt die Pilzerkrankung satellitenartig gestreut und diffus auf.

Hilfreich ist eine gute Stoma-Hygiene und der regelmäßige Wechsel (1-2x am Tag) Ihrer Versorgung -  deshalb ist in dieser Zeit eine Einteilige Versorgung sinnvoll.

Tipp: Damit die Versorgung hält, bitte ein Mykotikum auf Wasserbasis vom Arzt verordnen lassen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen!

„Haarbalg-Entzündung“ (Follikulitis)
Wird meist durch unsachgemäßes Entfernen der Haare (Rasur) hervorgerufen. Die daraus resultierende Hautirritation hat ihre Ursache in dem versehentlichen Ausreißen der Haare beim Versorgungswechsel.

Sorgen Sie für eine gute Stoma-Hygiene und rasieren Sie sich regelmäßig – am besten mit einem Einmalrasierer ohne Pflege-Streifen (Aloe, Öl, etc.). Decken Sie das Stoma dabei mit einer feuchten Kompresse ab und rasieren Sie sternförmig vom Stoma weg.

„Waschfrauenhände-Haut“ Mazeration

Die Haut wird in einem ungünstigen Mikroklima (unter einer Stomaversorgung) durch Feuchtigkeit (z.B. Wasser, Schweiß) aufgeweicht – die Haut ist weiß und ist voller Wasser.

Verwenden Sie Hautschutzmaterial, das Feuchtigkeit besser aufnimmt, um für das richtige Mikroklima zu sorgen.

Schädigung der Nervenbahnen

Durch die Operation kann es zu einer Schädigung der Nervenbahnen kommen, welche die Funktionen von Organen steuern, zum Beispiel Erektile Dysfunktion (Potenzschwierigkeiten) und häufig wiederkehrende, aufsteigende Harnwegsinfekte (Richtung Niere).

Sollten Sie unsicher sein, informieren Sie in jedem Fall Ihren behandelnden Arzt oder Stoma-Therapeuten!

     



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