Medien- und Presseberichte

Neues Gesetz droht die Versorgung mit antimikrobiellen Verbandmitteln zu gefährden

Montag, 13. Januar 2020

 Das 2019 verabschiedete „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) enthält keine eindeutige Verbandmitteldefinition und führt zu großer Verunsicherung bei Patienten, Ärzten und Versorgern.

 

München, 13. Januar 2020 - Am 16.08.2019 ist das „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) in Kraft getreten. Es erweitert die Befugnisse des Bundes in der Kontrolle der Arzneimittelversorgung und regelt deren Erstattungsfähigkeit. Da das Gesetz keine eindeutige Definition für Verbandmittel beinhaltet, muss der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) bis zum 31.08.2020 die Abgrenzungskriterien für erstattungsfähige Verbandmittel festlegen. Sobald die Abgrenzungskriterien verabschiedet sind, beginnt eine einjährige Übergangsfrist, in der die Erstattungsfähigkeit von Medizinprodukten zur Wundversorgung wie bisher erhalten bleibt. Danach könnten von derzeit rund 8.000 erstattungsfähigen Verbandmitteln bis zu 3.000 nicht mehr durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Es wird befürchtet, dass vor allem silberhaltige und antimikrobiell wirkende Verbandmittel ihre Erstattungsfähigkeit durch die gesetzlichen Krankenkassen verlieren. Damit sind deutschlandweit ca. 900.000 Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden betroffen, die auf die Versorgung mit speziellen antimikrobiell wirkenden Verbandmitteln angewiesen sind. Neben der eindeutig nachgewiesenen antimikrobiellen Wirkung von silberhaltigen Verbandmitteln, werden in einer Metaanalyse* auch weitere positive Aspekte, wie verbesserte Lebensqualität der Patientinnen und Patienten sowie Wirtschaftlichkeit für Versorger, genannt. In der modernen Wundversorgung genießen silberhaltige Verbandmittel einen hohen Stellenwert und sind integraler Bestandteil verschiedener Methoden zur Behandlung infizierter und infektionsgefährdeter Wunden. 

ConvaTec warnt ausdrücklich vor den Folgen einer unzureichenden Verbandmitteldefinition: „Die Übergangsfrist von einem Jahr reicht nicht aus, um die entsprechenden Verbandmittel nach den Kriterien des G-BA neu zuzulassen oder Alternativen zu entwickeln. In der Folge entsteht ein Versorgungsnotstand bei Menschen mit chronischen Wunden. Durch diese Entwicklung wird das Gesundheitssystem zwangsläufig stärker belastet. Aus Mangel an Alternativen müssen vermehrt Antibiotika verabreicht werden. Außerdem ist mit kürzeren Versorgungsintervallen und einem höheren stationären Behandlungsbedarf zu rechnen“, erläutert Tanja Dormels, Geschäftsführerin der ConvaTec (Germany) GmbH. 

ConvaTec setzt sich gemeinsam mit dem Bundesverband Medizintechnik (BVMed) für eine patientenorientierte Verbandmitteldefinition ein. Die Abgrenzungskriterien für Wundversorgungsprodukte müssen so gestaltet werden, dass antimikrobielle und silberhaltige Verbände weiterhin erstattungsfähig bleiben. Des Weiteren ist eine Übergangsfrist von nur einem Jahr nicht ausreichend, um eine Neuzulassung von bereits erfolgreich eingesetzten Produkten, deren Wirksamkeit nicht in Frage steht, zu gewährleisten. Die Übergangsfrist muss auf mindestens drei Jahre erweitert werden, um den Nutzen und die Evidenz der Wundversorgungsprodukte nach der Definition des G-BA erneut zu belegen. 

 

* Evidenz von Silber in der Wundbehandlung – Metaanalyse der klinischen Studien von 2000-2015

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

Pressekontakt:
Margarete Lenart
Senior Product Manager Advanced Wound Care (DACH)
ConvaTec (Germany) GmbH
Gisela-Stein-Straße 6
81671 München
Tel.: +49 (162) 4381819
E-Mail: wundversorgung@convatec.com

 

Über die ConvaTec (Germany) GmbH

ConvaTec ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Medizinprodukte und -technologien, das sich auf Therapien zur Behandlung chronischer Erkrankungen konzentriert. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse gelistet (Aktiensymbol: CTEC) und hat führende Marktpositionen in den Bereichen Wundversorgung, Stomaversorgung, Kontinenz- und Intensivpflege sowie Infusionsgeräte.

Die Produkte von ConvaTec bieten eine Reihe klinischer und wirtschaftlicher Vorteile, wie beispielsweise Infektions-Prävention oder den Schutz vor Hautirritationen, die den Patienten einen Mehrwert bieten und die Wirtschaftlichkeit verbessern. ConvaTec ist ein globaler Konzern mit 8.500 Mitarbeitern und in über 100 Ländern tätig.

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