Medien- und Presseberichte

G-BA Beschluss – Übergangsfrist der Erstattungsfähigkeit erneut auf Prüfstand

Dienstag, 26. Januar 2021

Der Bundesrat hat am 12. Februar 2021 eine längere Übergangsfrist für Wirksamkeitsstudien sogenannter "sonstiger Produkte zur Wundversorgung" gefordert. In einer Stellungnahme zum Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) sprach sich die Länderkammer für eine Verlängerung der Frist von zwei auf drei Jahre aus.

 

München, 15. Februar 2021 –  „Der Bundesrat liegt mit dieser Forderung sehr richtig“, sagte Andreas Kuhn Geschäftsführer der ConvaTec (Germany) GmbH. „Die neuerdings vorgesehenen Studien sind generell schon sehr aufwändig. Zurzeit sind sie wegen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen kaum durchführbar.“

 

Neue Richtlinie sorgt für Zeitdruck

Seit Anfang Dezember 2020 gilt für „sonstige Produkte zur Wundbehandlung“ eine neue Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Für sie müssen nach einer einjährigen Übergangsfrist spezielle Studien zur Wirksamkeit vorgelegt werden. Nur dann können sie in der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Betroffen sind davon vor allem metallbeschichtete, silberhaltige und antimikrobielle Wundauflagen. Mit dem Entwurf des GVWG aus dem Bundesgesundheitsministerium soll diese Frist auf zwei Jahre verlängert werden, der Bundesrat empfahl nun drei Jahre.

 

Überflüssige Bürokratie

„Die ConvaTec (Germany) GmbH arbeitet natürlich mit Hochdruck daran, dass unsere antimikrobiell wirkenden, silberhaltigen Produkte auch unter einer neuen Regelung erstattungsfähig bleiben. Ohnehin handelt es sich dabei um Produkte, die schon seit Jahren zugelassen sind und sich in der Praxis hervorragend bewährt haben“, sagte Kuhn. „Einen erneuten Nachweis ihrer Wirksamkeit halten wir daher für überflüssige Bürokratie. Immerhin trägt der Vorschlag einer dreijährigen Übergangsfrist aus dem Bundesrat zu einer zeitlichen Entzerrung bei, die seriöse Studiendesigns für die betroffenen Produkte ermöglicht.“ Vor allem bei chronischen Wunden ist es sehr schwierig, geeignete Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studien zu finden, weil es sich fast immer um eine komplexe medizinische Ausgangslage handelt.

 

Informationen für Studien fehlen

„Leider hat der G-BA bisher noch keine Bewertungskriterien, Anträge oder sonstigen Informationen zu den geforderten Nachweisen veröffentlicht. Die Hersteller können daher auch noch gar nicht richtig tätig werden. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, kritisierte Kuhn. In der derzeit noch geltenden Ein-Jahres-Frist ändert sich nichts an der Versorgung mit den betroffenen Produkten. Sollten diese jedoch aus dem Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung herausfallen, hätte das schwerwiegende Auswirkungen für Patientinnen und Patienten. „Wir warnen davor, dass die zurzeit unklare Dauer der Übergangsfrist zu Verunsicherungen und schon jetzt zur Suche nach Alternativen führen könnte. Das muss unbedingt vermieden werden“, so Kuhn.

 


 

Pressekontakt:

Margarete Lenart

Senior Product Manager Advanced Wound Care (DACH)

ConvaTec (Germany) GmbH

Gisela-Stein-Straße 6

81671 München

Tel.: +49 (162) 4381819

E-Mail: Margarete.Lenart@convatec.com

 


 

Über die ConvaTec (Germany) GmbH

ConvaTec ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Medizinprodukte und -technologien, das sich auf Therapien zur Behandlung chronischer Erkrankungen konzentriert. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse gelistet (Aktiensymbol: CTEC) und hat führende Marktpositionen in den Bereichen Wundversorgung, Stomaversorgung, Kontinenz- und Intensivpflege sowie Infusionsgeräte.

Die Produkte von ConvaTec bieten eine Reihe klinischer und wirtschaftlicher Vorteile, wie beispielsweise Infektions-Prävention oder den Schutz vor Hautirritationen, die den Patienten einen Mehrwert bieten und die Wirtschaftlichkeit verbessern. ConvaTec ist als globaler Konzern mit 9.400 Mitarbeitern in über 110 Ländern tätig.

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