Smart Dressings – The future is now

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Mehr Effizienz, Qualität, Transparenz und Patientensicherheit in der Wundversorgung. Smart dressings kombinieren die Eigenschaften der modernen Verbandsmaterialien mit den Vorzügen der digitalen Technologie. Behandler und Patienten sollen von den Lösungen profitieren.

Smart Dressings in der Wundversorgung

Die Behandlung chronischer Wunden stellt für Ärzte und Pflegende eine anspruchsvolle Herausforderung dar. Die Wundheilung vollzieht sich typischerweise über mehrere Stadien hinweg in einem komplexen Prozess, der in Abhängigkeit unterschiedlichster pathophysiologischer Faktoren von Patient zu Patient unterschiedlich verlaufen kann. Wundheilungsstörungen können dabei aus einer Vielzahl lokaler Störfaktoren, oder systemischer Grunderkrankungen, herrühren. Im Gegensatz zur akuten Wundheilung unterliegen chronische Wunden nicht dem eindeutig definierten, schrittweisen Heilungsprozess akuter Wunden, sondern sind durch ungeregelte, permanente Entzündungen gekennzeichnet, welche die Bildung einer anatomischen und funktionellen Integrität in einer angemessenen Zeitspanne beeinträchtigt.1

 

Wundversorgung im digitalen Zeitalter

Insofern nimmt die präzise Wunddiagnostik eine Schlüsselrolle für die Einleitung einer adäquaten Therapie ein. Im Zuge der stetig voranschreitenden Digitalisierung hat die Einführung neuer technologischer Diagnose- und Therapieunterstützungssysteme auch vor der modernen Wundversorgung nicht Halt gemacht. Unter dem Begriff des sogenannten „Smart Dressing“ werden intelligente Hightech-Verbandsmaterialien verstanden, in die Sensoren eingearbeitet sind. Diese sind in der Lage, relevante Parameter über den Zustand der Wunde abzulesen und zu übertragen. Die Sensortechnik soll in diesem Sinne einen wichtigen Beitrag zur Überwachung der Wunde leisten, indem unnötige Verbandswechsel vermieden, Behandlungszeiten verkürzt und so die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Mit diesen Eigenschaften geht zudem die Hoffnung auf eine Schonung der Ressourcen und Senkung der Behandlungskosten einher.

 

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche der mit nichtinvasiven, biokompatiblen Sensoren ausgestatteten Verbände sind nach der derzeitigen Studienlage vielfältig. Ergebnisse zur technologischen Überwachung von Wunden liegen nach einer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit von Isabella Barros Almeida et al. beispielsweise über die folgenden physiologischen Faktoren vor:

  • Druck,3
  • Feuchtigkeit,4
  • Sauerstoff und ph-Wert5
  • Temperatur6 sowie
  • Bakterienbelastung7
     

Die in den Studien beschriebenen Smart Dressings haben alle die Ihnen zugewiesene Funktion erfüllt, woraus übergreifend der Schluss gezogen wurde, dass aus dem Einsatz von integrierter Biosensorik in Verbänden nützliche Informationen zur Ausrichtung der therapeutischen Optionen gewonnen werden können. So wurde beispielsweise bei den Drucksensoren hervorgehoben, dass sie bei dem korrekten Anlegen der Verbände einen echten Mehrwert bieten würden. Den angezeigten Werten über die Exsudatmenge sollen Hinweise auf den richtigen Zeitpunkt des Verbandwechsels entnommen werden können. Die Daten über die Sauerstoff- und ph-Wert-Konzentration im Wundbett sollen gegebenenfalls die stadienadaptierte Kausaltherapie beeinflussen (z. B. Kompression). Aus den Temperaturwerten und der bakteriellen Bakterienbelastung der Wunde können im Einzelfall Hinweise auf die lokale oder systemische Behandlung, bzw. auf die Auswahl der einzusetzenden adäquaten Verbandsmaterialien folgen.

 

Fazit

Die medizinische Wunddiagnose, die Wundanamnese und die genaue Beobachtung des Heilungsverlaufs zählen zu den dokumentationspflichtigen Aufgaben, die Ärzte und Pflegende im Arbeitsbereich „Wunde“ wahrzunehmen haben. Die Übertragung der sensorisch erfassten Smart Dressing-Informationen stellt insoweit - neben den Aspekten der Diagnose- und Therapieunterstützung - eine Erleichterung der Dokumentationslast in Aussicht, sofern die Empfangsgeräte an ein Wunddokumentationssystem gekoppelt sind. Die technischen und praktischen Vorzüge dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche Behandlung der Wunde einen höheren Stellenwert einnimmt, als die Wundüberwachung.

 

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