Weiterbildung in der Wundversorgung | Zwei neue Online-Seminare im Rahmen der diesjährigen Kongresse

Wissen & Downloads

ConvaTec setzt sich als globaler Medizinproduktehersteller neben der Entwicklung und Versorgung mit innovativen Wundversorgungsprodukten & Dienstleistungen auch für die Weiterbildung ein. Für medizinische Fachkräfte, die sich täglich mit der Wundversorgung ihrer Patienten beschäftigen bietet ConvaTec daher regelmäßige Online-Schulungen zu relevanten Themen, um den Berufsalltag der Wundtherapeuten zu erleichtern und sie in ihrer persönlichen Weiterbildung zu unterstützen.

Im Rahmen der beiden Kongresse – des Interdisziplinären WundCongresses 2021 in Köln sowie des 4. Nürnberger Wundkongresses – hat ConvaTec erfahrene Referenten eingeladen und zwei neue Online-Symposien angeboten, die Ihnen auch nach den Kongressen noch On-Demand zur Verfügung stehen:


Exsudat gemanagt – Wunde geheilt? (Herausforderungen der Wundbehandlung)

Zusammenfassung (Text): ConvaTec Symposium | IWC 2021 in Köln

Beim ConvaTec Symposium anlässlich des Interdisziplinären WundCongresses 2021 in Köln im November haben sich die Wundtherapeuten Björn Jäger und Gabi Weigold einer der wesentlichen Herausforderungen in der Wundbehandlung gewidmet: dem Exsudatmanagement.

Den erfahrenen Wundbehandlern ist bewusst, dass es für die erfolgreiche Wundheilung eines ideal-feuchten Wundheilungsmilieus bedarf. Dazu sind vielfältige Methoden zum Exsudatmanagement bekannt. Reicht es jedoch aus, das Exsudat unter Kontrolle zu bringen und ein feuchtes Wundheilungsmilieu zu schaffen – und die Wunde heilt von alleine?

 

Individuelle Patientensituationen – vielfältige Ziele

Die Zielsetzungen des Exsudatmanagements können je nach Setting unterschiedlich sein. Im

kurativen Umfeld geht es vorrangig um ein ausgeglichenes Exsudataufkommen, um die Wundheilung zu fördern bzw. die Stagnation der Wundheilung zu verhindern. In einer Palliativsituation hingegen stehen die Symptomkontrolle und die Förderung der Lebensqualität im Vordergrund.

Um den unterschiedlichen Zielsetzungen Rechnung zu tragen, hat ConvaTec zwei Experten eingeladen, deren Schwerpunkte jeweils in der kurativen und palliativen Wundversorgung liegen.

 

Welche Ziele hat Exsudatmanagement im kurativen Umfeld?

Wundexsudat ist ein wesentlicher Bestandteil der natürlichen Wundheilung. Es unterstützt den

Heilungsprozess in dem es die Wunde feucht hält und essenzielle Nährstoffe für den Zellstoffwechsel bereitstellt. Tritt das Exsudat jedoch in der falschen Menge oder Zusammensetzung auf, kann es aber auch die Wundheilung verzögern.

Im kurativen Bereich hat ein effektives Exsudatmanagement die Wundheilung zum Ziel. Ein mangelndes Exsudatmanagement könnte Auslöser für eine Wundrandmazeration sein, bei der Enzyme die Haut aufweichen und anfällig für autolytische Prozesse machen. Ein weiteres Problem stellen häufige Verbandwechsel dar, die den Patienten belasten können und die umgebende Haut in Mitleidenschaft ziehen. Eine effektive Versorgung sollte daher überschüssige Flüssigkeit aufnehmen und im Verband zurückhalten sowie die wundumgebende Haut vor Mazerationen schützen.

 

Palliative Versorgung und Exsudatmanagement

Im palliativen Setting hingegen stehen die Symptomkontrolle und die Förderung der Lebensqualität im Vordergrund. Insbesondere liegen die Ziele darin, die negativen Auswirkungen des Exsudates zu verhindern oder zu lindern. Insbesondere stehen Schmerzen, auftretende Gerüche und Fleckenbildung, die für den Patienten unangenehm und belastend sein könnten, im Fokus der Zielsetzung. Deshalb steht das Exsudatmanagement in der Palliativversorgung im Zeichen der Optimierung der Feuchtigkeit im Wundbett, des Schutzes der umliegenden Haut, der Behandlung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.

 

Symposium für IWC-Teilnehmer online weiterhin verfügbar

Als besondere Zusatzleistung erhalten alle IWC-Teilnehmer für den Zeitraum von drei Monaten einen freien Zugang, zu dem auf die Wundversorgung spezialisierten Fortbildungs- und Informationsportal (FIP). Damit haben all die, die das Symposium nicht live verfolgen konnten, die Gelegenheit, im Nachgang noch drei Monate lang auf die Inhalte zuzugreifen und sich weiterzubilden.


 

Evidenzbasiert, erfolgreich, sicher. Behandlung infizierter Wunden im Kontext der aktuellen Erstattungsfähigkeit

Zusammenfassung (Text): ConvaTec Online Symposium | 4. Nürnberger Wundkongresses

In diesem Online Symposium der ConvaTec anlässlich des WUKO 2021, der als digitaler Kongress im Dezember stattgefunden hat wird die Wundbehandlung mit antimikrobiellen, silberhaltigen Wundauflagen aus zwei Perspektiven beleuchtet.

Friedbert Moselewski, Manager Government Affairs & Reimbursement bei ConvaTec (Germany) GmbH gab einen Überblick über die aktuelle Erstattungssituation der antimikrobiellen Wundverbände und sprach über Konsequenzen für Verordner und Anwender.

Prof. Dr. med. Joachim Dissemond, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, 

Venerologie und Allergologie im Universitätsklinikum Essen widmete sich anschließend der spannenden Fragestellung: „Wundversorgung mit Silber: Evidenzbasiert, erfolgreich und sicher?“

 

Silberhaltige, antimikrobielle Wundauflagen sind weiter verordnungsfähig

Die Grundlage für die Erstattungsfähigkeit der antimikrobiellen Wundauflagen ist gesetzlich verankert, wie Friedbert Moselewski zu Beginn aufzeigte, denn „Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln, soweit die Arzneimittel nicht nach § 34 oder durch Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ausgeschlossen sind, und auf Versorgung mit Verbandmitteln, Harn- und Blutteststreifen.“ (§ 31 Abs. 1 Satz 1 SGB V)

Seit 1989 ist damit der leistungsrechtliche Anspruch „eigentlich“ eindeutig und klar. Auch in der Praxis der Wundversorgung gab es auch über viele Jahre kaum Probleme, die Industrie hat Verbandmittel entwickelt und produziert, der Arzt hat sie verordnet und die Kostenträger haben bezahlt.

Durch die Neufassung der Verbandmitteldefinition, die nach einer längeren politischen Diskussion festgelegt wurde, hat sich jedoch gerade im Thema Erstattungsfähigkeit Einiges geändert, was auch zur Verunsicherung der Verordner, Wundtherapeuten und Patienten führen konnte. So gilt für die sogenannten „sonstige Produkte zur Wundbehandlung“, unter die auch die antimikrobiell wirksamen Wundverbände fallen, seit Anfang Dezember 2020 eine neue Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Friedbert Moselewski konnte hier jedoch beruhigen, denn durch die vom Gesetzgeber geschaffene Übergangsregelung von 36 Monaten besteht für die silberhaltigen Wundverbände bis zum 2. Dezember 2023 volle Verordnungssicherheit.

Alle Wundauflagen, die von den gesetzlichen Krankenkassen vor dem Inkrafttreten der Regelung am 02.12.2020 bezahlt wurden, sind auch weiterhin für 36 Monate verordnungsfähig (bis 02.12.2023) und können weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden.

 

Evidenzlage von silberhaltigen, antimikrobielle Wundauflagen

Prof. Dr. Joachim Dissemond hat in seinem Vortrag damit befasst, ob die aktuelle Evidenzlage als Grundlage für die Therapieentscheidung ausreichend und verlässlich ist. Er hat angeführt, dass die 2017 veröffentlichte Meta-Analyse, in welcher die im Zeitraum von 2000-2015 publizierten klinischen

Studien zu Silber in der Wundbehandlung ausgewertet wurden, objektive Daten zur guten Wirksamkeit von silberhaltigen Verbänden bei (infizierten und/oder chronischen) Wunden liefert. Darüber hinaus werden diese Wundprodukte von den Patienten meist sehr gut vertragen. In der Literatur gibt es gute Belege für die Verringerung der Wundgröße, aber nicht genügend Daten in Hinblick auf die vollständige Wundheilung oder Heilungsraten. Es zeigt sich eine Tendenz zur Verringerung des Infektionsrisikos und zur Förderung einer schnelleren Heilung. Die Stichprobengrößen waren jedoch zu klein für eine statistische Analyse oder um konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen.

 

Wundantiseptik als sehr wichtiger Bestandteil der Wundtherapie

Da die Wundantiseptik ein wesentlicher Aspekt und Bestandteil der Wundtherapie ist, sollte sie gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Bei der differenzierten Betrachtung der Gruppe der Silberprodukte kam Prof. Dr. Dissemond zum Schluss, dass die Evidenz für Silber besser als für viele andere Wundheilungsprodukte ist.

 

Online-Symposium in ConvaTec Mediathek weiterhin verfügbar 

ConvaTec bietet dieses Online-Symposium „Evidenzbasiert, erfolgreich, sicher. Behandlung infizierter Wunden im Kontext der aktuellen Erstattungsfähigkeit“ weiterhin als On-Demand-Version zur Verfügung: https://www.convatec.de/wundversorgung/online-seminare-wundversorgung/mediathek/

 

 

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